Auf dem weg zum ironman 2026
Meine nächsten Rennen
Das ist der Typ
Hallo und herzlich Willkommen in meinem IRONMAN Blog.
Ich habe diese Herausforderung für mich angenommen, und du darfst mich dabei begleiten.
Eines vorweg. Es wird hier nicht um Trainingstipps oder ähnliches gehen. Das können andere sicher besser. Es soll meine ganz persönliche Dokumentation werden. Mit allen Höhen und Tiefen die diese Reise für mich bereit hält. Wie ernähre ich mich. Wie trainiere ich. Wie erlebe ich ganz allgemein diese Zeit, und welche Routinen helfen mir motiviert zu bleiben. Vielleicht ist auch etwas für dich dabei.
Nachdem ich 2024 den ersten Marathon über die Ziellinie gebracht habe, bin ich endgültig dem Triathlon verfallen.
Um mich besser kennen zu lernen und mehr über das Wie? und Warum? zu erfahren, bitte ich dich meine Kurzgeschichte zu lesen.
Auf Instagram und Strava bin ich natürlich auch vertreten. Wo ebenfalls meine Trainingsdaten zu finden sind.
Ich bin Kevin, und selbst gespannt wohin diese Reise noch führt.
Schön das du hier bist. Über Feedback, Fragen und netten Austausch freue ich mich sehr.
Ausdauersport hatte für mich schon immer einen besonderen Reiz. Allerdings dachte ich immer gar nicht erst damit anzufangen, weil ich es sowieso nicht durchhalte. Also habe ich mich anderen Dingen gewidmet, und mich eher auf die Arbeit als Physiotherapeut, meine Musik und Sportarten bei denen es auf Präzision wie Dart ankommt konzentriert.
Die Zusammenfassungen der IRONMAN Wettbewerbe habe ich mir trotzdem immer gern angeschaut und die Athleten bewundert.
Es gab eine Zeit, in der es für mich hauptsächlich um Fortschritt und Wissenserweiterung als Physiotherapeut ging. Mein Tag bestand aus arbeiten, lernen und schlafen. Am nächsten Tag arbeiten, lernen und schlafen. Zwischendurch gab es auch mal eine Weiterbildung. Aber viel Abwechslung und Ausgleich zur Arbeit gab es da nicht. Letztendlich bereue ich es nicht. Da ich mir einiges an Wissen aneignen konnte, wovon meine Patienten und auch ich selbst profitieren. Eine Zeit lang ging es auch gut. Ich fühlte mich damit ziemlich wohl. Irgendwann war aber der Punkt erreicht, an dem ich spürte, es muss noch mehr geben. Die ausführliche Veränderung die ich durch gemacht habe findet ihr in meiner Kurzgeschichte.
Triathlon nutzte ich zu Beginn als Motivation konditionell und koordinativ zu wachsen. Herausforderungen und lange Distanzen zu meistern. Schließlich hatte ich auch 16 Kilo zu viel auf den Rippen. Die sind Geschichte!
Weil ich außer meiner Arbeit sonst keinerlei Verpflichtungen habe, fiel es mir nie schwer eine Balance zwischen Arbeit und Sport zu finden. Mich selbst sehe ich auch eher als Einzelkämpfer. Qualität vor Quantität. Doch manchmal ist es schwierig. Mein Instagram füllte sich schnell mit Triathlon Content. Leider ist es mittlerweile üblich, dass Perfektion als normal verkauft wird. Deine Pace ist schlecht. Du hast kein Carbonrad. So wie du schwimmst solltest du es lassen. Das alles zu sehen und zu lesen kann schon hart auf die Motivation schlagen. Wenn man es zulässt…
Der Sport hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Ich lebe und ernähre mich bewusster. Gerade bei der Ernährung habe ich vieles ausprobiert und Erfahrung gesammelt. Das riesige Thema Ernährung hat so viel Einfluss auf das Wohlbefinden und der Leistungsfähigkeit. Meist zwar aufwendig, zeit,- und kostenintensiv, Was der Triathlonsport allgemein mit sich bringt. Aber unverzichtbar bei so einem Trainingspensum. Es hat durchaus einen Vorteil sich Gedanken darüber zu machen was man isst. Auch unabhängig vom Sport.
Die Kombination der drei Sportarten, das vielseitige Training und der damit verbundene Lifestyle haben mich komplett überzeugt.
Triathlon ist viel mehr als nur Schwimmen, Radfahren und Laufen.
Triathlon als Lifestyle
Balance von Leben & Triathlon
mein sportjahr 2025
Rhythmus wieder gefunden
Mein drittes Jahr als Triathlet geht zu Ende. Rückblickend für mich ein gelungenes Jahr was meine sportlichen Ziele angeht. Zwei Marathons und eine Olympische Distanz standen auf dem Plan. Doch darauf möchte ich nicht so genau eingehen. Die Berichte dazu findet ihr im Punkt “Berichte und Erfolge”. Dieses Jahr brachte mir soviel mehr.
Wichtiger als die erfolgreich absolvierten Wettbewerbe ist mich für die Weiterentwicklung was Belastungssteuerung, Regeneration und Trainingsplanung betrifft. Zwischen dem Marathon im April und dem letzten im Oktober hatte ich eine prägende Zeit. Doch gehen wir das ganze mal von vorn an.
Nach dem Tief vom Marathon 2024 ging es im Januar und Februar langsam wieder bergauf. Motivation war wieder da. Das neue Rennrad, welches ich mir im Januar gekauft hatte und die Anmeldung für den nächsten Marathon trugen sicher dazu bei. Allerdings war ich noch gefangen in der Findungsphase was mein Training anging. Triathlon besteht außer Laufen schließlich noch aus Schwimmen und Radfahren. Da ich mich aber nur für Laufevents angemeldet habe, rückten die Disziplinen eher in den Hintergrund. Zwar nicht was die Häufigkeit, sondern eher die Intensität betraf. Das Lauftraining war in den Monaten deutlich besser durchdacht. Nach dem Oberelbemarathon im April musste jedoch endlich eine Erfahrung im Triathlon gemacht werden. Privat für mich hatte ich zwar schon paar mal einen gemacht. Allerdings mit wenig Konsequenz.
Um mich langfristig zu motivieren, benötige ich ein klar gesetztes Ziel.
Im Mai folgte somit die Anmeldung für die Olympische Distanz in Grimma, und unmittelbar danach die Anmeldung für die Ironman Langdistanz in Hamburg 2026.
Läuferisch hatte ich das Pensum in den Wochen nach dem Marathon etwas zurück geschraubt, und mich mehr auf das Radfahren und Schwimmen konzentriert. Alles lief super. Im Juni stand sogar ein Fahrradevent an, für das ich mich angemeldet hatte. Doch wie es manchmal so ist wenn alles super läuft. Es folgte die Ohrfeige und eine fünfwöchige Trainingspause. Beginnend mit einer zweiwöchigen Magen.- Darmerkrankung, die in der Nacht vor dem Fahrradevent begonnen hat. Nachdem der Verdauungstrakt wieder hergestellt war, und ich langsam wieder zu Kräften kam, machte mir eine feuchte Kurve noch einen Strich durch den Trainingsplan. In einem Bruchteil einer Sekunde rutschte das Rad weg und ich lang irgendwie auf der Straße. Das Resultat war eine geprellte Schulter und eine Risswunde an der Hand, die genäht werden musste. Eine Woche vor dem Triathlon in Grimma war die Schulter wieder weitestgehend fit, und ich bin angetreten.
Im September und Oktober lag de Fokus wieder mehr beim Laufen, wo ich mich nochmal anders ausprobiert habe. In dieser Zeit habe ich mir eine Garmin zugelegt, die anders als meine Sportuhr von Huawei einige Trainingsdaten liefert, um die Belastung besser zu steuern.
Nachdem auch der letzte Marathon Ende Oktober vorbei war, wurde es trainingstechnisch auch wieder ruhiger. Training ja, aber mäßig. Viel Grundlagentraining und Kräftigung stand im Vordergrund.
Am 8. Dezember begann die Vorbereitungszeit für die Langdistanz im nächsten Jahr.
Soviel zur kleinen Übersicht was sportlich so los war.
Seit Mitte des Jahres habe ich mir die Frage gestellt, wie ich diese ganze Reise die mir sehr viel bedeutet am besten für mich dokumentieren kann. Im Oktober habe ich schließlich mit diesem Blog begonnen. Diese Seite bietet mir persönlich eine gute Möglichkeit den Kopf zu sortieren. Doch vor allem machte es mir bewusst, wie weit ich eigentlich schon gekommen bin. In dem Jahr steckt soviel mehr als die Trainingsdaten zeigen.
Letztendlich läuft kein Jahr perfekt. Krankheit, Übertraining, Rückschläge und Motivationsverlust haben mich begleitet. Gehört eben alles dazu. Doch genau darin steckt das meiste Entwicklungspotenzial.
Ich konnte mich nicht nur technisch weiterentwickeln, sondern besonders mental. Diese neue mentale Stärke spiegelte sich besonders bei meiner Arbeit wieder. Wenn ich an die letzten zwei Jahre zurück denke, bin ich in vielen Momenten und Situationen deutlich gelassener geworden. Selbst das Schreiben einer Kurzgeschichte und Texte hier in diesem Blog sind für mich eine große Entwicklung. Das hätte ich mir vor ein paar Jahren nie vorgestellt. Meine Deutschlehrer eben so wenig.
Das Bewusstsein für den eigenen Körper, die Geduld und mentale Einbrüche beim Training machten mich in diesem Jahr definitiv widerstandsfähiger.